Im Gästeblog: Weisswasser 19.11.17

Zum ersten Heimspiel nach der (sinnlosen) Länderspielpause empfingen wir am gestrigen Sonntag die „Fixxe“ aus der Lausitz im Ellental, die sich in sportlicher Hinsicht bei den zwei letzten Auswärtsspielen nicht gerade mit Ruhm bekleckerten.

Dennoch war eine stattliche Anzahl Blau-Gelber aus allen Himmelsrichtungen angereist, darunter auch drei 9er-Busse direkt aus der 600 km entfernten, ehemaligen Glasmacherstadt am nordöstlichsten Zipfel Sachsens. Das stellte schon mal eine deutliche Steigerung gegenüber der letzten Saison dar.

Genau 100 Füchse-Fans und Sympathisanten fanden sich im abgesperrten Gästebereich ein, darunter auch fünf ver(w)irrte Unterländer. Freundschaft hin oder her, der eigene Verein hätte sich über etwas mehr Unterstützung zeitgleich in Kassel auch gefreut, oder einfach nur um eine Woche im Datum vertan…?!

Die aktive Szene hatte fünf Zaunfahnen im Gepäck, darunter der große „Weißwasser“-Banner und ‚Pollys‘ „Sektion Schweiz“-Transparent. Darüber hinaus war noch eine Trommel und drei Schwenkfahnen dabei, welche zum Einlauf der Spieler und gelegentlich auch während der 60 Minuten bewegt wurden.

Für die stattliche Anzahl Mitgereister war der Support über weite Strecken sehr bescheiden, ja gar enttäuschend. Da hatte man sich deutlich mehr erhofft. Aber fast alles ab Treppenstufe fünf legte den Fokus ganz klar auf lautlose Spielverfolgung. Lediglich beim Ehrentreffer und bei der Verabschiedung der eigenen Spieler (sowie von Mr. Weller) zeigte man geschlossene Emotionen.

Somit blieb es weitestgehend dem zehnköpfigen Szenenhaufen überlassen, sich selbst und alle anderen hinter sich zu bespaßen. Und so zog man eben sein Ding durch, anfangs noch recht motiviert, doch mit zunehmender Spieldauer, gepaart mit der deutlichen Führung für das Heimteam und bereits erwähnter Passivität des Restes wurde der ‚Singsang‘ (verständlicherweise) auch blasser, ohne diesen aber gänzlich einzustellen. (IPA)