Im Gästeblog: Weisswasser 09.02.20

Zehnter gegen Elfter am 46. Spieltag von insgesamt 52 Hauptrundenspieltagen. Liest sich auf dem ersten Blick stinklangweilig für den Außenstehenden. Aber so ziemlich jeder in den beiden Vereinen wusste, dass es um verdammt viel gehen sollte am gestrigen Sonntagabend!

Und so hatte Weißwasser eine gehörige Portion Selbstbewusstsein mit im Gepäck auf der 600 km langen Anreise aus der Lausitz ins Ländle. Denn in den letzten fünf Begegnungen konnte man drei Siege einfahren, und selbst in Kassel und Frankfurt nahm man jeweils einen Punkt mit. Sollten die Füchse ihren Aufwärtstrend fortsetzen können, hätten wir gerade mal noch ein mickriges Pünktchen Vorsprung auf den ESW und somit den ersten Platz in den Play-Downs…

Eigentlich Grund genug für die Fanszene aus der Stadt nahe der polnischen Grenze um sich selbst ebenfalls auf die Reise zu machen. Vor längerer Zeit war ja auch auf der Facebook-Seite vom „Block D“ bzw. „Collabo“ ein Bus ins Ellental angekündigt worden. Doch aus dem wurde offensichtlich nichts…

… Ganz im Gegenteil, denn direkt aus dem Raum Weißwasser reiste zu diesem Spiel offensichtlich überhaupt niemand an. Keine „Blue Sons“, kein „Collabo“, keine „Dynamische Einheit“, eben leider gar nichts war da, nicht mal die Sektion Schweiz. Somit keinerlei Banner, Fahnen, Trommel(n).

Dafür hatten die erneut in großer Anzahl angefahrenen ‚Exilanten‘ (oder gerne auch ‚Auswanderer‘) sich und ihre Trikots dabei, sodass der Block mit 75 Gästefans dennoch sehr respektabel gefüllt wurde, auch wenn alle komplett verstreut standen.

Nun ja, und das war es dann eben auch schon. Man begnügte sich vorrangig damit, das Spiel zu verfolgen. Erkenn- und hörbare Emotionen fanden nicht statt, zumindest konnte ich in derlei Hinsicht nichts vernehmen. Allerdings hielt ich mich auch nicht ununterbrochen in der Nähe des Gästeblocks auf.

Und als dann das Spiel mit dem Empty-Net-Goal kurz vor Abpfiff gelaufen war, war auch der halbe Gästesektor bereits verschwunden um möglichst schnell den Heimweg in die westdeutsche Wahlheimat anzutreten.

Nächsten Sonntag haben wir dann die Westsachsen aus Crimmitschau zu Gast, die ja – auch aufgrund dieser Rubrik hier – für das Spiel bei uns ordentlich mobilisiert haben. Da wird es dann garantiert etwas lauter. und um es im Dialekt ihrer Berliner Freunde zu sagen: Ick freu mir druff; dit jefällt ma! (IPA)

2020 [Ice-Hawks Bietigheim]