Im Gästeblog: Ravensburg 15.12.19

So, dann hatten wir also gestern Abend die Türmchen aus Ravensburg zum sogenannten Rückspiel im Ellental zu Gast. Rückspiel deswegen, weil wir am Freitag das Vergnügen hatten nach Oberschwaben zu reisen. Dieses Hin- und Rückspiel-Wochenende betraf alle 14 DEL2-Vereine…

… Aber damit nicht genug! Denn Anfang Januar geht diese glorreiche Idee / umstrittene Neuerung / grenzenloser Schwachsinn (-> bitte je nach Meinung eine Variante aussuchen) in die zweite Runde, und wieder bestreiten alle Vereine freitags und sonntags Hin- & Rückspiel mit ihrem Pendent, bei uns ist es Bad Tölz. Und da alle guten / umstrittenen / sinnlosen (ihr wisst ja, wieder aussuchen…) Dinge „drei“ sind, haben wir Mitte Februar nochmals so einen Spieltag, dann ist unser Gegner Crimmitschau.

Vielleicht hat man sich das in der Schweiz abgeschaut, denn in der dortigen NLA (oder neudeutsch National League) gibt es diese Doppelspieltage schon seit längerer Zeit im geringen Umfang. Ich persönlich halte nicht wirklich viel davon und sehe absolut keinen erkenn- und belegbaren Vorteil in diesen Konstellationen.

Aber zurück zu den Oberschwaben. Die dortige Fanszene um die „B1-Crew“ hatte sich den Wecker extra früh gestellt und ist – so man den Übermittlungen Glauben schenken darf – bereits um 9:00 Uhr mit einem Bus gen Norden gestartet. Selbstverständlich ging die Reise über Heidenheim, wo man dann noch ein paar Fußballfreunde eingeladen hatte, um dennoch sehr frühzeitig im Ellental aufzuschlagen.

Doch der geplante Besuch des Bietigheimer Weihnachtsmarktes fiel dann ins Wasser. Nicht, weil sie ihre Kapuzen vergessen hatten und es in Strömen regnete, sondern weil die hiesige Staatsmacht aus der Begegnung ein Hochsicherheitsspiel gemacht hatte und die Buben somit nicht in die Altstadt durften. Tja, 1:0 für Bietigheim – denn umgekehrt wurde von der hiesigen Szene am Freitag der Ground Weihnachtsmarkt Ravensburg erfolg- & zahlreich abgehakt!

Neben der Busbesatzung waren auch noch einige Privatfahrer angereist und so fanden sich neben knapp zehn Sitzplätzlern noch 75 EVR’ler im Gästeblock ein, der heute Heilbronn-Like von allen Seiten abgesperrt war, also Rundlauf bzw. Gang fiel somit für alle aus. Wenn schon Risikospiel, dann richtig!

Auf große optische Untermalung verzichteten die Gäste weitestgehend. Die Gruppenbannner, ein kleiner Anti-Landshut-Banner (macht in Bietigheim richtig Sinn…), eine Schwenkfahne und zwei Doppelhalter war alles, was man im Gepäck hatte. Dazu zwei Trommeln und ein Megaphone. Fertig.

Bis auf einen Trommler und dem Vorschreier positionierte sich der Rest vom Busfahrerhaufen kompakt weiter oben hinter dem ersten Wellenbrecher. Die restlichen Gäste verteilten sich nach Belieben im für sie abgesperrten Bereich.

Den Support über die 60 Minuten fand ich insgesamt recht durchwachsen. Klar, es gab Höhen, aber eben auch Tiefen, wo wenig bis nichts vom Gästeanhang kam und selbst von der Szene nur ein Bruchteil sich einbrachte. Zu den Höhen gehörten sicherlich die Klatscheinlagen und auch mehrere Schalparaden. Akustisch war auf jeden Fall über weite Strecken noch reichlich Luft nach oben. (IPA)

2020 [Ice-Hawks Bietigheim]