Im Gästeblog: Kaufbeuren 04.04.17

Dass Dienstag scheiße ist hatten wir ja in diesem Medium schon einige Male festgestellt… Anders als in der Punktrunde (warum muss die DEL2 im November bei dem unsäglichen Deutschland-Cup eigentlich ein Wochenende pausieren?!) führt in den Play-Offs nun mal leider kein Weg an Dienstagsspielen vorbei, sonst würden wir wohl noch im Mai den Meister ausspielen oder müssten uns mit einem „Best-of-Fife“ begnügen.

Dementsprechend war die Erwartungshaltung in Sachen Gästefans trotz aller Euphorie (Wort des Jahres im Ostallgäu) bei den Buron Jokern sehr gedämpft. Während man am Freitag noch mit gleich vier Bussen ins Enztal rollte, wurde das geplante Gefährt für Dienstag mangels genügend Teilnehmern abgesagt. Und auch auf dem Weg von der Arbeit in Richtung Halle wurden meinerseits diesmal keine Kennzeichen aus dem Regierungsbezirk Schwaben gesichtet, ganz im Gegenteil zum letzten Freitag.

Aber dennoch fand sich eine ordentliche Anzahl an rot-gelbem Gefolge im J-Block ein. Wenn auch viele recht spät, was aber nicht an diversen Staus lag, sondern weil schlicht und ergreifend unser Kassensystem den Geist aufgab, und somit alle Karten über den Fanshop verkauft werden mussten, was eine längere Schlange nach sich zog. Shit happens…

Zurück zur Anzahl, ziemlich genau 100 Allgäuer reisten mit PKW’s ins Ländle, was durch den abgesperrten Bereich einen halbwegs kompakten Eindruck hinterlies. 100 Leute sind natürlich in Ordnung, aber im Vergleich zum Freitag allerdings sehr überschaubar, zumal die Fanszene davon schon an die 40 Personen stellte. Da sind dann doch viele Eventies bzw. „Einmal-Auswärtsfahrer“ daheim geblieben. Ja, und die ganzen neuen und alten Freunde der „Jokeria“, die am Freitag noch am Start waren, haben halt auch gefehlt…

Trotzdem, und das muss man ausdrücklich erwähnen, lieferten die Gäste ein guten Support ab. Da wurde über große Teile der 75 Spielminuten lautstark die eigene Mannschaft angefeuert, oftmals konnten auch die weiter oben positionierten Fans mit einbezogen werden, sodass eine gute Laustärke erreicht wurde.

Gerade in den ersten 50 Minuten war das auch gegenüber zu vernehmen, da ein großer Teil der Heimkurve damit beschäftigt war, einfach nur das Spiel zu verfolgen, anstatt dem eigenen Team verbal den Rücken zu stärken. Aber das ist ein anderes und leider immer wiederkehrendes und ärgerliches Thema, was hier nur kurz im Zusammenhang mit der Vernehmbarkeit der Gäste erwähnt werden soll.

Auch optisch konnte die Kaufbeurer ein wenig punkten. Um die zehn Schwenkfahnen wurden beim Einlaufen gewedelt, sowie die üblichen und verkehrt herum gehissten Banner rundeten das Programm für’s Auge ab. Nicht viel, aber besser als nichts. Und egal, wie wenig Leute von der Kaufbeurer Fanszene am Start sind, und wie klein das Auto auch sein mag, Platz für ein paar Fahnen, Banner und ne Trommel haben sie immer! (IPA)