Im Gästeblog: Kassel 30.12.18

Am vorletzten Tag des Jahres waren die Huskies aus Kassel zu Gast in der hiesigen EgeTrans-Arena. In Anbetracht der Geschehnisse im Rahmen des letzten Aufeinandertreffens beider Teams – bei welchem der Kasseler Michael Christ unseren Max Lukes auf recht üble Weise in die Bande gecheckt und damit auf direktem Weg ins Krankenhaus geschickt hat – sportlich also durchaus eine Begegnung mit einer gewissen Brisanz.

Im Vorfeld der Partie waren bereits zwei Fanbusse von der Society Kassel, sowie den Blau-Weiß Wadenbeissern angekündigt worden, wobei die Wadenbeisser ihre Fahrt obendrein noch mit einem kleinen Rahmenprogramm in der Bietigheimer Altstadt inklusive kulinarischer Stärkung im Rossknecht im Schloss garnierten.
Aufgrund der zwei angekündigten Busse durfte unsererseits also durchaus mit einer gewissen Anzahl an Gästefans gerechnet werden, auf jeden Fall aber mit mehr als den mageren 60 Gästen aus der ersten Begegnung vom 30. September diesen Jahres.
Unsere Erwartungen diesbezüglich wurden zu Beginn des Spieles demnach auch nicht enttäuscht, denn der Gästeblock war von weitem betrachtet ganz ordentlich gefüllt. Bei näherem Hinsehen ergaben sich aber doch einige nicht unerhebliche Lücken im Gästesektor, so dass in Summe vermutlich etwa 170 Gäste den Weg nach Bietigheim gefunden haben werden, auch wenn man beim Heuboden Kassel gerne der Meinung ist es wären sogar rund 220 Gäste gewesen.

Farbentechnisch hinterließen die Gäste aber auf jeden Fall einen sehr anständigen Eindruck! Neben einiger Zaunfahnen, unter anderem vom Heuboden Kassel, sowie einem Banner mit der Aufschrift „Dekadent asozial“ (dem wohl auch die paar Gästefans mit getragener Krawatte zuzuordnen waren), präsentierten die Huskies zu Beginn des Spiels mehrere Blau-Weiße Schwenkfahnen und Doppelhalter, was von der Gegenseite optisch wirklich sehr ordentlich und voluminös aussah. Aber auch während des Spiels reckte in der Regel immer ein standhafter Gast seine blau-weißen Farben in Form einer kleinen Schwenkfahne in die Höhe, so dass im Grunde über die gesamten 60 Minuten farben- und fahnentechnisch – zumindest etwas – geboten war.

Aus akustischer Sicht präsentierten sich die Gäste ebenfalls recht ordentlich, die ersten 20 Minuten würde ich hier sogar noch hervorheben wollen, denn da waren die Schlittenhunde auch auf unserer Seite sehr gut zu hören. Nach Ende des ersten Drittels und der damit verbundenen 2:0 Führung unserer Steelers ließ der Support dann allerdings spürbar nach und der regelmäßige Support beschränkte sich überwiegend auf rund 20-25 Gästefans rund um das Megafon am unteren Wellenbrecher, untermalt von den zwei bis drei mitgebrachten Trommeln, welche im Grunde das gesamte Spiel über den Support unserer Gäste untermalten.
Erst als gegen Ende des letzten Drittels der SC durch eine Unterzahl nochmals dezimiert war und Kassel parallel seinen Goalie Melichercik gegen einen sechsten Feldspieler eintauschte, kam im Gästeblock nochmals so etwas wie Hoffnung und damit verbunden auch wieder mehr Stimmung auf, wobei der SC seine 3:0 Führung zu diesem Zeitpunkt dann doch recht mühelos über die Zeit schaukeln konnte und die Hessen damit ihre Heimfahrt nach Verabschiedung ihrer Mannschaft ohne einen Punkt im Gepäck antreten mussten. (Toddi)

2019 [Ice-Hawks Bietigheim]