Im Gästeblog: Kassel 17.12.17

Auf Spitzenspiel folgt Spitzenspiel! So könnte man aktuell das Motto der Steelers definieren, erst Dresden, dann Kassel und morgen Abend geht’s nach Frankfurt. Im Gegensatz zum letzten Sonntag war am gestrigen dritten Advent eine problemlose An- und Abreise gewährleistet, und auch die Glasscheiben hielten trotz erheblicher Probleme seit der Handball-Weltmeisterschaft.

Somit war also alles (pünktlich) angerichtet, Erster gegen Zweiter hieß es gestern! Dass das Heimpublikum (nicht „Fans“!) solche Konstellationen nicht so richtig rafft, ist ja nichts Neues mehr in Bietigheim. Aber dann doch wenigstens ein ordentlich gefüllter Gästeblock, bitteschön?! Aber von wegen, typischer Fall von ‚Denkste’… Ganze 20 Leute verweilten ein paar Minuten vor Spielbeginn im Gästesektor.

Es wurden immerhin noch einige mehr, insgesamt konnten 45 Nordhessen gezählt werden, die sich abermals großzügig auf nahezu den gesamten Bereich verteilten. Bevor wir hier auf die eingehen, die nicht da waren, gehen wir doch erst einmal auf die ein, die netterweise dem Spitzenspiel beiwohnten. Mit „Blau Weiß Wadenbeißer“ hatte es tatsächlich eine Zaunfahne an einen Wellenbrecher geschafft. Weiteres Supportmaterial war Fehlanzeige. Eine kleine Trommel hatte man zwar im Gepäck, diese kam aber über die gesamten 60 Minuten nicht zum Einsatz und verweilte auf den Betonstufen.

Die nun bereits komplett runter gefahrenen Erwartungen wurden immerhin positiv überrascht, denn der Haufen machte sich durch „Kassel“-Rufe und einige wenige Schlachtgesänge immerhin sporadisch bemerkbar. Wenn man dann mal aktiv wurde, haben auch viele den wenigen mitgemacht, ist ja auch nicht selbstverständlich, wenn es keinen organisierten Support bzw. einen Vorschreier gibt. Somit war das akustisch Gebotene für die Anzahl wirklich ganz in Ordnung.

Nun kommen wir aber zu denen, die mal wieder nicht da waren… Eines vorweg: Wir reißen diese Saison quantitativ leider auch keine Bäume raus, aber bis dato war bei allen Spielen zumindest von „United Colors of Bietigheim“ und „Ice-Hawks“ immer eine Abordnung auswärts mit dabei. Bis auf Bayreuth, Kassel und Crimmitschau fuhr oder fährt bis zum Jahreswechsel auch immer ein Bus (HN ausgenommen, da Zuganreise) und somit war bei allen Spielen die Fanszene bzw. Fanclubs vertreten.

Ich könnte jetzt das Zitat vom Zitat bemühen. Sprich auf den Gästeblog zu den Kassel-Heimspielen vom 05.03.17 sowie 22.11.16 verweisen. Mach ich aber nicht! Dafür erinnere ich mich an das Gastspiel der Huskies vor ziemlich genau zwei Jahren (18.12.15), als wir erstmals in Bietigheim mit einem Hauch von Fanszene (die „Society“ organisierte damals einen Bus) aus Kassel konfrontiert wurden, und das auch so kommunizierten. Über unsere damalige Aussagen echauffierten sich einige Mitglieder der besagten Gruppierung…

… Aber irgendwie wurde unsere damalige Verwunderung in den folgenden Spielen ja doch bestätigt, denn außer Sonderzug und Play-Off-Finale war es das dann ja auch wieder mit dem Auftritt einer sogenannten „Szene“ bei uns in Bietigheim. Und für das (mit Frankfurt) größte Potential der Liga (alleine acht offizielle Fanclubs) verkauft man sich in der Fremde absolut unter den Möglichkeiten! Schade eigentlich.

Da wir den Gästeblog aber so kurz vor Weihnachten mit einem Lächeln beenden wollen, kommt hier noch eine nette Anekdote: Ein Steelers-Fan hatte auf dem Pferdemarkt einen riesigen Plüsch-Huskie gewonnen, aber dafür keine richtige Verwendung. Somit wurde der drollig drein schauende Schlittenhund gestern Abend einem Ordner übergeben, der ihn ordnungsgemäß zu seinen Artgenossen in den Gästeblock brachte, von wo aus er dann das letzte Drittel verfolgen durfte, und nach Spielende auch mit gen Nordhessen reiste, und somit ein neues Zuhause fand! Steelers-Fans, haben selbst für Huskies ein Herz! (IPA)