Im Gästeblog: Heulbronx 26.11.19

Früher konnten wir Eishockey und Choreo. Heute können wir nur noch Choreo!

Damit ist eigentlich alles zum gestrigen Spiel gesagt und der Gästeblog würde nach wenigen Worten wieder enden. Da das aber nur bedingt mit den Gästen aus Heulbronx zu tun hat, fahren wir eben das normale Programm weiter, die können ja auch nix dafür, dass sie den Sieg quasi geschenkt bekommen hatten.

Um auf den einleitenden Satz und somit die Überleitung zu den Gästefans zu vollbringen: Beim HEC konnten sie früher weder Eishockey noch Choreo. Seit dieser Saison können sie immerhin Eishockey. Und da ist es dann auch egal, wie sich unser Trümmerhaufen auf dem Eis verhält, die Tabelle lügt nicht und die Falken stehen derzeit absolut verdient ganz oben!

Da wundert es nur, dass der Zuschauerschnitt bei deren Heimspielen bisher um ’nur‘ 200 über dem der Vorsaison liegt und man weiterhin vor Bayreuth auf dem vorletzten Platz der Liga steht. Aber dafür war gut ein Drittel der Heimspielgänger gestern Abend auch beim Auswärtsspiel im Ellental anzutreffen…

… Und somit eine imposante Anzahl von an die 700 Unterländern im zu zwei Dritteln abgesperrten Gästesektor sowie den angrenzenden Sitzplatzblöcken! Das war richtig stark, erst recht für einen Dienstag! Zudem war der I-Block am linken Ende der Gegengeraden bereits ein paar Tage vorher ausverkauft, das gab es auch noch nie und unterstreicht die derzeitige Euphorie am Neckar.

Die knapp 500 Heulbronxer im Stehplatzbereich hatten außer dem Banner vom „Kollektiv“ an der Balustrade nichts weiter angebracht. Nachdem das „Inferno Heilbronn“ im Sommer bekannt gab, dass sie sich zwar nicht auflösen werden, aber zumindest nicht mehr als Ultragruppe und somit nicht mehr optisch und aktiv auftreten werden, hing auch nur über der oben genannten Stoffbahn ein kleiner „Ih 02“-Fetzen.

Zu sehen gab es dann zu Spielbeginn außer ein paar Fahnen nichts weiter, was bei einem Dienstag-Auswärtsspiel trotz der kurzen Entfernung ziemlich nachvollziehbar ist. Dafür konnten die Gäste aber akustisch von Anfang an überzeugen, was sicherlich während der 60 Minuten auch am ungefährdeten Sieg mit einer zwischenzeitlichen 7:1-Führung lag.

Aber dennoch soll das den Auftritt nicht schmälern, denn man muss ja trotzdem erst einmal das volle Programm abrufen, seien es die Sitzeinlagen, gemeinsames Hüpfen oder eben auch die lauten Wechselgesänge mit den Sitzplätzen. Das war schon gut und sicherlich einer der besten Auftritte in den letzten Jahren bei uns. Gut, bei vorher 14 Niederlagen in Folge gab es halt auch nicht oft was zu feiern…

Ansonsten war es (nach meinem Kenntnisstand) ein absolut friedliches Derby ohne besondere Vorkommnisse. Natürlich bestimmt nur deswegen, weil die Staatsmacht erneut ein Aufgebot ungeahnten Ausmaßes auffuhr und somit jegliche aufkommenden Ungereimtheiten im Keim erstickte. NICHT! Ein Drittel von besagtem Aufgebot hätte es auch vollkommen getan… (IPA)

2019 [Ice-Hawks Bietigheim]