Im Gästeblog: Heulbronx 18.03.18

Und weiter geht’s mit dem Play-Off-Derby! Nach Dienstag und Freitag stand also am gestrigen Sonntag das dritte Spiel bzw. unser zweites Heimspiel an. Mit Ruhm hatten wir uns bis dato nicht wirklich bekleckert, eine deutliche Leistungssteigerung vor allem gegenüber dem Spiel am Freitag war notwendig!

Das Volk aus dem Unterland hat(te) merkbar Lunte gerochen, der Sieg von besagtem Freitag löste weitere Euphorie aus, und dementsprechend trugen die Gästefans ordentlich dazu bei, dass unsere Halle mit 4.333 zahlenden Zuschauern nahezu ausverkauft vermelden konnte, was den besten Wert der laufenden Saison bedeutete.

Im Vorfeld warben die Fangruppen des HEC für eine gemeinsame Zugfahrt. Der Aufruf der „Treuen“ mit dem Slogan „Alle in schwarz nach LB-Nord“ fand allerdings nur bedingt Fürsprecher, was sich dann auch gegen 16:00 Uhr bestätigen sollte: Keine 100 Heulbronner kamen per Pedes das Ellental hoch gelaufen. Ganz Schwach!

Erst recht in Anbetracht des Gesamtzahl an Gästefans. Denn mit gut 700 war das schon eine ordentliche Hausnummer. Im Stehplatzbereich wurden zwei Drittel den Gästen vorbehalten, was etwas zu üppig für die dortigen 400 Rot-Weiß-Blauen war, und zu Verdruss aufgrund von Überfüllung bei restlichen Drittel, nämlich den Heimfans, führte.

Weitere 250-300 Unterländer füllten den I-Block sowie Teile des H-Blockes, aber auch vereinzelt auf der Haupttribüne wurden nach den Toren einige Falkenfans ausgemacht, und somit erscheint die Anzahl von 700 ziemlich realistisch.

Der Gästeblock hatte genau zwei richtig starke Phasen am gestrigen Abend. Und die waren – klingt komisch, ist aber so – nicht während der 60 Spielminuten! Nein, man legte (wie so oft bei uns) vor dem Spiel gut los mit einem Wechselgesang und einer Hüpfeinlage und konnte gestern sogar optisch durch Luftballons in rot, weiß und blau punkten, um dann mit Anpfiff wieder vom Gaspedal zu gehen.

Die zweite starke Phase war dann nach Spielende, also ein stattlicher Haufen noch bestimmt 15 Minuten trotz der Niederlage das Team und sich selbst feierte, während auf dem Würfel gerade die Pressekonferenz begann. Das war respektabel und die Anzahl der Verweilenden nicht selbstverständlich.

Doch dazwischen war viel Leerlauf bzw. Support auf Sparflamme ausgehend von den untersten Reihen im J-Block. Über weite Strecken zog der große Mob im Stehplatzbereich nur spärlich/zögerlich mit. Lediglich nach den Toren konnte man noch höhere Dezibelzahlen erreichen und das vorhandene Potential ausschöpfen.

Auch vom gestrigen Spiel können wir nach besten Wissen und Gewissen vermerken, dass es rund um das Spiel abermals friedlich blieb. Auch wenn man das (im Nachhinein) für die erste Partie vom Dienstag ein wenig revidieren muss, da es nach Spielende zwischen Gästeblock und Nordausgang noch zu kleineren Meinungsverschiedenheiten kam, die darin endeten, dass einige Herrschaften aus der hässlichen Stadt mit Pfeffer und Gummi verabschiedet wurden. (IPA)

2018 [Ice-Hawks Bietigheim]