Im Gästeblog: Garmisch 03.01.18

Das neue Jahr beginnt nahezu so, wie das Alte aufgehört hat: Nämlich abgesehen vom Auswärtsspiel in Weißwasser mit einem Heimspiel-Doppelpack. Hatten wir am 26.12. und 28.12. die beiden „Ba-Wü“-Klubs aus Freiburg und Ravensburg zu Gast, so hatten bzw. haben wir gestern bzw. morgen die bayerischen Vertreter aus Garmisch und Bad Tölz im Ellental zu Besuch.

Die Fans des SC Riessersee sind ja meist alles anderes als dafür bekannt, über die Landesgrenze hinaus zahlreich ihrer Mannschaft zu folgen. Gestern war das irgendwie anders. Ob das jetzt an ihrem Lauf mit acht Siegen in Serie lag, oder daran, dass viele Arbeitnehmer die erste Januarwoche noch frei haben, entzieht sich meiner Kenntnis. Vielleicht war es auch eine Mischung aus beidem…

… die dazu führte, dass ziemlich genau 100 Werdenfelser den Gästeblock sehr ordentlich füllten. Als Vergleichszahl: Ebenfalls gestern waren 14 Kasseler bei ihrem Gastspiel in Ravensburg. Ok, sind einfache Strecke auch 180 km mehr, aber dennoch rückt das die Anzahl aus ‚GAP‘ in ein gutes Licht, erst recht unter der Berücksichtigung, dass sie – wie geschrieben – nur ungern den Weißwurstäquator überqueren.

Der abgesperrte J-Block wurde von einigen Vertretern der „Blue Supporters“ gut beflaggt. Auffällig dabei, dass nach den Freiburgern nun auch die Fans von der Zugspitze das abgesperrte Rechteck am Rande ihres Blocks mit einer größeren Blockfahne gekonnt kaschierten. Da hat wohl jemand mitgedacht und/oder die Spieltagsbilder bei uns inspiziert.

Neben einer Trommel hatte man zudem noch fünf Schwenkfahnen und einen Doppelhalter im Gepäck und präsentierte zum Einlauf der Teams jenes Material. Drei der Schwenker kamen im weiteren Verlauf des Spiels auch immer wieder zum Einsatz, sodass den ausführenden Herrschaften scheinbar recht warm wurde, und sie sich ihrer Oberkörperbekleidung entledigten.

Den Support fand ich jetzt in den ersten 50 Minuten des Spiels nicht wirklich dolle. Ok, zwar bemühte sich ein kleiner Kreis von knapp zehn Leuten, um möglichst durchgängige, verbale Unterstützung, fand aber bei den restlichen Mitgereisten nur selten Akzeptanz. Der Großteil war einfach damit beschäftigt, dass Spiel zu verfolgen, und zudem lag man ja auch recht deutlich hinten.

Als dies sich änderte, kam auch mehr Leben in den Gästeblock, und nach dem 4:3-Anschlusstreffer konnte ein Großteil derer, die die gut 300 km einfache Fahrt auf sich genommen hatten, auf einmal klatschen und singen. Ist halt wie fast überall, läuft’s auswärts auf dem Eis, läuft’s auch in der Gästekurve. Nach Spielende erntete das unterlege Team noch reichlich Applaus für die Darbietungen vom mitgereisten Anhang, ehe es ohne Gepöbel oder andere Provokationen wieder gen Heimat ging. (IPA)

2018 [Ice-Hawks Bietigheim]