Im Gästeblog: Freiburg 27.01.19

Gestern am frühen Abend fand zum letzten Mal in dieser Punktrunde ein Heimspiel an einem Sonntag statt. Wäre das Spiel in Bad Tölz nicht auf einen Dienstag verlegt worden (sehr schade!), würden wir die restlichen fünf Sonntage dieser Hauptrunde immer auswärts spielen, ergo alle Heimspiele dann freitags.

Das Duell Württemberg gegen Baden war es nicht, was die Eishalle gestern so gut gefüllt hatte. Die Steelers GmbH lud mal wieder zu einem Aktionsspieltag und erfreulicherweise kamen die Mitglieder aus den Vereinen der Region in Massen, über 1.100 Besucher stellten gestern Abend diesen Anteil, klasse!

Weitaus weniger Anteil an der Gesamtbesucherzahl von knapp 3.400 Zuschauern hatten die Gästefans aus dem Breisgau, nämlich nur 2%, oder eben 70 Leute. Beim ersten Spiel auf einen Freitag waren es derer noch 90. Komisch, da quält man sich lieber freitags durch diverse Staus, als sonntags gemütlich kurz mal gen Württemberg zu fahren.

Die, die die 180 km kurze Reise angetreten hatten, stellten sich bis auf wenigen Ausnahmen recht kompakt in den J-Block und hissten erfreuliche sechs Banner am untersten Wellenbrecher, ein Teil davon von der vor noch nicht allzu langer Zeit gegründeten „Crew 84“.

Und schon bevor es das Eröffnungsbully gab, machten sich die Südbaden(s)er akustisch durch ein Pfeifkonzert bemerkbar. Aber was war passiert? Ganz einfach, als das Gästeteam auf dem Würfel und von Stadionsprecher Pucki vorgestellt wurde, endete dies mit dem Trainer Sulak, welcher aber (ausgerechnet!) am zweiten Weihnachtsfeiertag entlassen wurde, also über vier Wochen…

Als dann die Teams das Eis betraten wurden im Gästesektor ganze drei Schwenkfahnen gewedelt. Nun ja, besser als nix, aber das war schon ausbaufähig. Zumal es ja bekanntlich keinerlei nennenswerte Einschränkungen im Ellental diesbezüglich gibt.

Die besagte „Crew 84“, welche mit drei Autos und einigen Sollenbrillen angereist war, stellte neben einer Trommel auch noch einen Vorschreier mit Megaphone und so konnte im Verlauf des ersten Drittels für die Anzahl recht ordentliche Stimmung erzeugt werden. Das haben wir von den Wölfen definitiv schon schlechter erlebt.

Zwar gab es immer wieder auch mal längere Auszeiten oder Phasen, wo nur der kleine, aktive Kern den Support vorantrieb, aber von Zeit zu Zeit stiegen auch immer wieder zahlreiche weitere EHC-Fans in die Anfeuerungsrufe mit ein.

Auch als das Spiel im letzten Drittel nach 50 Minuten dann wirklich entschieden war, stellte man den Support nicht ein, und feuerte das Team ohne (für mich) erkennbare Ironie weiter an. Finde ich aufgrund der letzten Resultate des EHC durchaus bemerkenswert, erst recht beim Blick auf die Tabelle, denn die rote Laterne leuchtet aktuell aus der Franz-Siegel-Halle zu Freiburg. (IPA)

2019 [Ice-Hawks Bietigheim]