Im Gästeblog: Frankfurt 19.10.18

Rund 200 km trennen die Mainmetropole Frankfurt von unserem beschaulichen Bietigheim an der Enz. Keine Weltreise also, die man hier bewältigen muss, um die Löwen auswärts zu unterstützen. So war im Gästesektor in der Vergangenheit auch immer einiges los, wenn die Löwen im Schwabenländle gastierten.

Allerdings scheint sich ein negativer Trend in der Reisefreudigkeit abzuzeichnen. Klar sind die 100 Gästefans, die an diesem Freitagabend den Gästeblock bevölkerten (15 davon auf den Sitzplätzen) immer noch mehr, als die meisten anderen Mannschaften mitbringen. Aber früher waren sie nun mal, zumindest bei Punktspielen am Wochenende, mehr. Auf Nachfrage beim „Fanclub Kriftel“ wurde mir gesagt, dass diese einen Bus mit 40 Personen am Start hatten. Der Rest kam wohl mit Autos zum Spiel. Anders als erwartet war die sonst so mannstarke „Bembel Crew“ nur sehr schwach vertreten.

Was dagegen positiv auffiel war, dass (die meisten) pünktlich zu Spielbeginn im Block standen. Ich meine auch eine Handvoll Nachzügler ausgemacht zu haben, aber alles in allem alle rechtzeitig da. Apropos im Block stehen… Wenn man schon so viel Platz zugestanden bekommt, muss man sich nicht unbedingt mit 85 Leuten bis fast zur Mitte (!) des Runds ausbreiten. Etwas kompakter stehen sieht einfach besser aus und soll der Stimmung helfen. Aber nach einer so ‚langen‘ Reise lehnen sich viele eben gern an ein Geländer.

Zu Beginn des Spiels wurden die mitgebrachten vier Schwenkfahnen zum Einsatz gebracht, von denen im Spielverlauf nur sporadisch mal eine geschwenkt wurde. Weiter waren im Gepäck der Frankfurter noch eine Trommel sowie vier Zaunfahnen dabei. Diese waren von der „Bembel Crew“ und vom „ESC Fanclub alles Worscht“. Dazu noch der große Eissportclub Frankfurt Banner und noch ein kleiner mit der Aufschrift „Vorwärts Eissportclub“.

Der Support beschränkte sich die meiste Zeit auf die eifrigen etwa 10 (aktiven) Mann, die jedoch kaum eine Chance hatten den Rest der Reisegruppe zum Mitmachen zu bewegen. Außer nach einem Tor für Frankfurt war dementsprechend gegenüber akustisch nichts zu vernehmen. Ich fand das Spiel, und da war ich mir im Gespräch mit dem Angehörigen des Fanclubs Kriftel einig, war auch eher zerfahren als spannend, was auch an der Stimmung zu spüren war. Viele verfolgten eher Still das Spielgeschehen als akustisch etwas beizutragen. Daran konnten auch die beiden gesichteten Klatschpappen nichts ändern.

Alles in allem war es wohl der bisher schlechteste Auftritt der Frankfurter Gäste in Bietigheim seit die Löwen in der DEL2 spielen. Denn immerhin sind in der Eissporthalle zu Frankfurt regelmäßig doppelt bis sogar dreimal so viele Heimfans wie bei uns anwesend. Da erwartet man auch auswärts mehr Präsenz. Nur woran es liegt, das weiß ich bisher noch nicht. (FM)

2018 [Ice-Hawks Bietigheim]