Im Gästeblog: Frankfurt 06.12.19

Lange Zeit lockte das Duell gegen die Löwen immer auch zahlreiche Gelegenheitszuschauer in unsere Eishalle, die Kombination aus guter Stimmung, gut gefülltem Gästeblock und Power-Eishockey mit offenem Visier war Garant für geile Eishockeyabende. Ja, auch in der Vorweihnachtszeit, wo man ja mit Weihnachtsfeiern, -Märkten und sonstigen Veranstaltungen eigentlich eh schon einen gut gefüllten Terminkalender hat…

Gestern war das irgendwie anders. Die Steelers scheinen trotz der beiden zu Null-Siege vom letzten Wochenende derart viel Kredit bei den „Nicht-Dauerkarten-Inhabern“ verspielt zu haben, dass selbst der klangvolle Name des Gastes aus der Mainmetropole kaum jemand zusätzlich ins Ellental lockte. Und auch der Gästeblock war zu Spielbeginn erschreckend leer!

Deutlich unter 100 Leute verteilten sich wirklich komplett über den fast halbseitig abgesperrten Gästesektor als „Pucki“ die Mannschaften auf das gefrorene Nass bat. Immerhin kam kurz danach noch eine Ladung von der „Bembel-Crew“ an, und das trostlose Bild wurde mittels dem großen „Eisportclub Frankfurt“-Banner sowie drei weiterer kleinerer Banner, die über diesen gehängt wurden, doch deutlich aufgehübscht.

Die gut 20 Aktiven der zuvor genannten Gruppierung waren mit Trommel anreist und übernahmen dann auch den bis dato nicht stattgefundenen Support und mühten sich redlich, um dem eigenen Team den Rücken zu stärken. Aber ebenso wie ihre Mannschaft mussten auch sie stark dezimiert alles in die Waagschale werfen, denn der große Rest vom mitgereisten Anhang ließ sich nur sehr selten und wenn, dann in geringer Anzahl, zum gemeinsamen Support bewegen.

Frankfurt ist ja seit sie in der DEL2 spielen der absolute Zuschauerkrösus in Sachen Heimspiele. Die „4“ steht immer vorne, oft auch die „5“, und in den Derbys gegen Nauheim und Kassel meist auch die „6“. Das ist schon beeindruckend! Und in den letzten Jahren war es oft auch so, dass sie auch zahlreich zu uns nach Württemberg gereist sind. Da war – wie eingangs schon erwähnt – schon immer gut was los in der „ETA“.

Aber dieses Jahr läuft es sportlich alles andere als rund. Ob das der Grund für den für Frankfurter Verhältnisse zahlenmäßig relativ schwachen Besuch gestern Abend war, oder gar das zeitgleiche Heimspiel der Eintracht gegen die Hertha aus Berlin, vermag ich nicht zu beurteilen. Natürlich sind insgesamt 100 Leute immer noch mehr als die meisten anderen Vereine in einem normalen Punktspiel so ankarren, aber die können eben auch nicht auf durchschnittlich gut 5.000 Fans zurückgreifen…

Randnotiz: Im zweiten Drittel zeigte man im Gästeblock ein Spruchband mit der Aufschrift „Wir Fans sind der Verein!!!“, welches von gut 30 Schwenkfahnen umrahmt wurde. Die Message war an die sportliche Leitung und die Geschäftsführung der Löwen gerichtet, welche bei den Aktiven in letzter Zeit in die Kritik geraten sind. Man wirft insbesondere dem sportlichen Leiter vor, dass er Fehler nicht einsieht und diese scheinbar unter den Tisch kehrt und zudem den Fans vorwirft, dass man sich „nicht so anstellen solle“ so die Info seitens der „Bembel-Crew“ dazu auf unsere Anfrage hin.(IPA)

2020 [Ice-Hawks Bietigheim]