Im Gästeblog: Frankfurt 03.11.17

Zum Heimspiel unserer Steelers kamen am heutigen Freitagabend die Frankfurter Löwen vom Main an die Enz gereist. Vor Spielbeginn warf ich einen ersten Blick auf den gut besuchten Gästeblock und schätzte die hessischen Auswärtsfahrer auf etwa 130 Mann, die den abgesperrten Bereich der Gegenkurve füllten. Doch halt, da fehlte noch was. In der Vergangenheit hatte die Gefolgschaft der Löwen die zur Verfügung stehenden Geländer stets reichlich mit Bannern behangen. Heute hing an dieser Stelle lediglich ein einsamer „Bembeltown“-Banner.
Ich nahm das mal so hin und wartete mal ab, was da noch kommen mag. Antwort: Erstmal nichts.

Zum Mannschaftseinlauf und somit zu Spielbeginn reckte dann immerhin ein unerschrockener Einzelsupporter ein Fähnchen in den Vereinsfarben der Löwen in die Höhe, schwenkte dreimal kurz zur Begrüßung des Teams und packte es schnell wieder weg. Der neben mir stehende Fotograf musste erstmal seine eben geschossenen Bilder sichten, um mir zu glauben, dass da wirklich eine Fahne am Start war. So kurz war diese zu sehen, dass er es beim fotografieren gar nicht mitbekommen hatte.

Etwas enttäuscht begab ich mich in den Heimblock und schaute mir das Treiben im Gästebereich aus der Ferne an. Das erste Drittel hielt, was das Solofähnchen versprochen hatte: Kaum merkbarer Support, zumindest akustisch. Es waren hin und wieder klatschende Hände zu sehen, was mich annehmen ließ, dass der Block wenigstens noch lebt.

Zum zweiten Drittel begab ich mich direkt in die Gästekurve, um ein paar Infos zu bekommen. Und siehe da, plötzlich war da eine Trommel am Start. Auf dieser wurde dann mit mal mehr und mal weniger Motivation eingeschlagen, was aber den Support im Ganzen kaum anhob. Auf Nachfrage beim Fanbeauftragten der Frankfurter erfuhr ich, dass ein Bus aus Mainhattan vor Ort war und sich doch etwa zehn Mann der „Bembelcrew“ im Block aufhielten. Ausserdem sollte noch eine Autoladung Frankfurter auf dem Weg sein. Diese kamen etwa Mitte des zweiten Drittels auch endlich an und mit ihnen auch die „Bembelcrew“ Zaunfahne.

Im letzten Drittel waren nun alle Gäste samt Material anwesend. Die Fahnenzahl erhöhte sich auf zwei! Und auch eine zweite Trommel war nun auszumachen.
Lange hat’s gedauert, aber auf das leidige Thema mit dem Freitagsverkehr auf (süd)deutschen Autobahnen möchte ich an dieser Stelle nicht schon wieder eingehen.
Zusammenfassend muss ich sagen: Personenstärke = sehr gut, Support = mittelmäßig bis schlecht.
Gerade die Hessen aus Frankfurt haben im Ellental schon wesentlich besser abgeliefert. Da ist noch viel Luft nach oben. (FM)