Im Gästeblog: Dresden 25.02.18

Im Gegensatz zum Steelers-Team ist der Schreiberling des Gästeblogs bereits im Play-Off-Modus. Zwar ganz und gar nicht, was die aktuelle Motivation anbelangt, aber dafür habe ich den gestrigen Gegner und somit auch dessen Fans binnen der letzten 48 Stunden gleich zwei Mal begutachten dürfen.

Dank der unsäglichen Spielabsage vom Freitag entschieden wir uns – aufgrund gebuchter Hotelübernachtung in Plauen – die Fahrt von eben dort unverrichteter Dinge statt in den Sahnpark ans Elbufer zum Derby der Eislöwen gegen die Füchse zu verlagern. Somit also zwei Mal Eislöwen und deren Fans an einem Wochenende…

Da das besagte Derby aus Sicht der Landeshauptstadt mit 0:5 ziemlich suboptimal lief, ergaben sich bei leckerstem (*räusper*) „Freiberger“ Bier interessante Gespräche mit Leuten der dortigen Fanszene. Ein Austausch, der beim Aufeinandertreffen des eigenen Vereins dort so sicherlich nicht stattfinden würde, und daher sehr aufschlußreich war, wenn auch mit Folgeschäden aufgrund der herausragenden Braukunst.

Demnach wusste man am Freitag schon, dass die Anzahl der Gästefans am Sonntag durchaus überschaubar ausfallen würde. Ein 9er-Bus der Fanszene um die „Blue White Crew“ und „Outlaws Dresden“ machte sich auf den knapp 500 km langen Weg ins Enztal. Dazu noch ein paar Exilanten und Privatfahrer, was letztendlich genau 30 Gästefans ergab.

Für diese Anzahl war der abgesperrte Bereich des J-Blocks ordentlich mit Bannern behangen. Eine Trommel und zwei Schwenkfahnen waren zudem auch noch am Start. Das war es aber auch schon, da die geplante Folienchoreo aufgrund der hiesigen Brandschutzbedingungen gleich daheim gelassen wurde. Arena ist eben nicht gleich Arena…

Der aus Gästesicht positive und zudem kurzweilige Spielverlauf animierte die angereisten Schlachtenbummler zu sporadischer und kurz gehaltener Anfeuerung, die sich meistens auf „Dresden“- und „ESC“-Rufe beschränkte. Neben den Leuten der Fanszene beteiligen sich dabei auch die restlichen Gästefans mal mehr und mal weniger am Support. Nach dem unverhofften Dreier, erst recht in Anbetracht der eigenen Klatsche vom Freitag, wurde noch etwas das Team gefeiert, bevor man den recht flott den Rückzug antrat. (IPA)

2018 [Ice-Hawks Bietigheim]