Im Gästeblog: Dresden 18.11.18

Zum ersten Heimspiel nach der (sinnlosen) Länderspielpause empfingen wir am gestrigen Sonntag die Eislöwen aus der sächsischen Landeshauptstadt im Ellental. Nach Weißwasser bedeutet die Distanz zwischen Dresden und Bietigheim-Bissingen mit knapp 500 km einfache Anfahrt somit – zumindest für uns – aktuell die zweit weiteste Entfernung in der Liga.

Gut gefüllte Gästeblöcke und/oder großes Spektakel sind da eher die Ausnahme, und das sollte auch gestern so sein. Von den 35 Gästefans war gerade mal ein Drittel auch von der Elbe an die Enz gereist, der Rest setzte sich aus Umlandfans, Exilanten und Sympathisanten zusammen, was vielleicht auch die besonders ausgeprägte Streusiedlung erklären dürfte.

Immerhin hatten die wenigen „echten“ Dresdner keine Probleme bei der An- & Abreise. Brauchte unser überschaubarer Haufen Ende September an einem Freitag zwischen sechs und sieben Stunden per PKW bis nach Dresden, hieß es am gestrigen Sonntag freie Fahrt für die Eislöwen-Fans. Auch ein triftiger Grund, warum wir lieber sonntags auswärts fahren…

Auf jedem aktiven Fan des ESCD kam gestern Abend eine Zaunfahne, so ein Verhältnisse hatten wir glaub auch noch nicht seitdem wir den Gästeblog betreiben. Aber ebenfalls eine Trommel und fünf Schwenkfahnen hatte man im Gepäck. Eine davon wurde – wie auch bei den beiden letzten Aufeinandertreffen – nonstop die 60 Spielminuten durchgeschwenkt.

In Sachen Support zeigte man sich redlich bemüht, was natürlich mit weniger als zehn Mitstreitern kaum hörbaren Erfolg hatte. Aber immerhin versuchte man trotzdem das eigene Team zu unterstützen, und manchmal stieg sogar der ein oder andere weniger weit gereiste Eislöwe in die Gesänge und Schlachtrufe mit ein. Bäume konnte man so zwar nicht ausreißen, aber der Wille war vorhanden, und das zählt ja letztendlich.

Tja, und wie (zu) viele andere Fanszenen konnte auch der blau-weiße Anhang gestern einen Sieg bejubeln. Von der „Festung Ellental“ ist quasi nur noch die Ruine Untermberg übrig. Unserem eigenen Team kann ich nur die Empfehlung aussprechen, vielleicht mal mit dem Mannschaftsbus zum eigenen Heimspiel anzureisen. Einfach über die A81 bis Weinsberg, dann auf die A6 bis Feuchtwangen/Crailsheim, auf die A7 bis Ulm/Elchingen, auf die A8 bis Leonberg und dann wieder auf die A81 bis zur Halle. Ist etwa so weit wie nach Kassel oder Deggendorf, vielleicht klappt es dann auch wieder öfters mit einem Heimsieg… (IPA)

2018 [Ice-Hawks Bietigheim]