Im Gästeblog: Dresden 10.12.17

Spitzenspiel am zweiten Advent im Ellental: Erster gegen Vierter oder bestes Heimteam gegen bestes Auswärtsteam! Mit einem weiteren Dreier in der Fremde wären die Eislöwen bis auf zwei Punkte an uns dran… Somit also hervorragende Rahmenbedingungen für ein spannendes Spiel, ganz zu Schweigen von Bietigheims ‚Liebling‘ Franz Steer, sein erster Auftritt bei uns ‚out of Rosenheim‘.

Das alles sollte eigentlich trotz der 500 km Distanz von Elbflorenz an die hiesige Enz Anlass genug sein, um dem eigenen Team hinterher zu fahren, wenn da nicht der für den Sonntag angekündigte Schneefall wäre. Und, um es gleich vorwegzunehmen: Die Ankündigung sollte vollkommen eintreffen, der Wetterdienst hatte nicht zuviel versprochen…

… Denn wie auch die Eislöwen machten sich am Sonntag zwei Ice-Hawks-Autos auf dem Weg gen Westen vom Freitagspiel in Crimmitschau. Hinter Nürnberg fing es stark an zu schneien, und ab Crailsheim war an ein normales Vorankommen bis Bietigheim nicht mehr zu denken. Immer wieder landeten Autos im Straßengraben und an den Steigungen der A81 dann einige Superhelden mit Sommerreifen, es ging also nicht mehr viel. Von Räum- und Streufahrzeugen aber weit und breit nichts zu sehen, da haben wir einmal Schnee, und der Winterdienst ist im Winterschlaf!

Aber kommen wir zu den Gästen, die leider nur sehr spärlich im abgesperrten J-Block anzutreffen waren, was aber aufgrund der eben geschilderten Verhältnisse ziemlich nachvollziehbar war. Daher Respekt an jeden einzelnen Gästefan, der trotzdem den Weg zu uns gefunden hat! Zu allem Überfluss musste die Partie 60 Minuten später angepfiffen werden, da eine Scheibe den Geist aufgab, da fiel die ursprüngliche Verschiebung von 30 Minuten aufgrund der Anreiseprobleme des Mannschaftsbus nicht wirklich mehr ins Gewicht.

Ganze 25 Eislöwen schafften es also in den Gästeblock und dekorierten diesen mittels sieben Zaunfahnen hervorragend. Darüber hinaus hatte man noch die gleiche Anzahl an Schwenkfahnen sowie eine Trommel im Gepäck, sodass die optischen Rahmenbedingungen für die überschaubare Zahl Mitgereister sehr gut waren.

In Sachen Support lässt sich natürlich bei einer solch geringen Anzahl nicht viel machen. Dennoch versuchten die wenigen Aktiven der Fanszene immer wieder das eigenen Team anzufeuern, fanden aber bei den weit verstreuten, restlichen Gästefans nur recht selten Unterstützung. Aber generell muss man sich (hinter)fragen, ob es überhaupt Sinn macht, sich mit ein paar Hanseln 60 Minuten lang die Stimmbänder zu ruinieren. Unsere letzten Spiele in Kassel, Bayreuth und vorgestern Crimmitschau lassen grüßen, und manchmal ist weniger wirklich mehr.

Ansonsten bzw. deswegen gibt es auch nicht viel zu berichten. Abgesehen vom außergewöhnlichen Fahneneinsatz des Herrn in weißer Hose, gefühlt 58 Minuten war die große Fahne in der Luft, auch hier Respekt! Weniger Respekt für die zwei Nauheimer Fans, die „wegen der Fanfreundschaft mit den Eislöwen“ in Bietigheim statt bei ihrem Derby in Frankfurt waren. Dagegen wieder mehr Respekt für den Fanbeauftragten der Eislöwen sowie dem zweiten Vorstand, die aufgrund weiterer Termine ‚pünktlich‘ zum 2:0 in unserer Halle eintrafen! Kann man machen, muss man aber definitiv nicht… (IPA)

2018 [Ice-Hawks Bietigheim]