Im Gästeblog: Crimmitschau 02.01.19

Zum ersten Heimspiel im Jahr 2019 hatten wir am gestrigen Abend die Eispiraten aus Crimmitschau zu Gast. Seit Jahren ist es in der Liga Usus, dass es zu Beginn eines jeden neuen Jahres einen Spieltag gibt, meist am 03.01. Aber diesmal eben bereits genau 44 Stunden nach dem Jahreswechsel, was verbreitet zu Katerstimmung geführt haben dürfte, bei unseren Gästen vielleicht sogar in doppelter Hinsicht…

… Denn die Westsachsen beendeten das alte Jahr mit einem wahrhaftig rauschenden Fest, ging es am 30.12. doch erstmals nach 14 Jahren wieder mit einem Sonderzug zu einem Auswärtsspiel. Das Ziel war Deggendorf, wo dann über 600 ETC’ler eine große Party mit einem Sieg nach Penaltyschießen feiern konnten. Der Zug wurde übrigens nicht vom Verein sondern von der Fangruppierung „Red Action Crimmitschau“ („RAC“) organisiert worden.

Man muss sich nicht als Auswärts-Allesfahrer outen, um nachvollziehen zu können, dass es nur drei Tage nach so einem Highlight schwer fällt, sich neuerlich für eine Auswärtsfahrt zu motivieren. Und diese hieß nun mal (leider) Bietigheim, also mit 430 km auch nicht gleich ums Eck, und genau die eingangs erwähnte Katerstimmung vermittelte der Gästeblock am gestrigen Abend über weite Strecken.

Trotz dessen, dass gefühlt zwei Drittel der Bevölkerung in der erste Januarwoche noch Urlaub hat, hielt sich der Andrang in der Halle und insbesondere im Gästesektor sehr in Grenzen. Die Eispiraten verfügen ja bekanntlich besonders in Süddeutschland über eine nicht unerhebliche Anzahl an Exilfans, aber dennoch konnte man gestern Abend nur gut 50 Rot-Weiße im J-Block ausmachen. Sicher auch ein Resultat des Sonderzuges und der vielen Spiele um den Jahreswechsel.

Die, die angereist waren, schmückten den Block mit sechs Zaunfahnen, darunter die von „RAC“, den „Kultras“ und auch die „Goons“ hatten dieses Mal ihren Banner wieder mit dabei. Natürlich hatten die wenigen, direkt aus dem Sahnpark angereisten Fans auch ein paar Schwenkfahnen im Gepäck, welche über den Einlauf der Teams hinaus auch immer wieder während der 60 Minuten zum Einsatz kamen.

Aber ansonsten war trotz der 13 Tore nicht sonderlich viel geboten. Der Support begrenzte sich die meiste Zeit auf kurze Schlachtrufe, vornehmlich nach Großchancen oder den sieben (!) eigenen Toren. Man freute sich zwar diebisch über den Sieg und die zwei Punkte, was in einem Spiel, wo man bis zum Siegtreffer trotz der 13 Tore nie in Führung lag, mehr als nachvollziehbar war. Aber auch die Feierlichkeiten mit den Spielern hielten sich abschließend dennoch merklich in Grenzen. (IPA)

2019 [Ice-Hawks Bietigheim]