Im Gästeblog: Bad Nauheim

Heimspiel vor einem Brückentag ist echt undankbar! Statt selbst in die Fremde zu touren und davon zu profitieren, dass 85,24% der Bevölkerung am nächsten Tag eh Urlaub, frei oder Ferien hat, ‚mussten‘ wir die Teufelchen aus dem hessischen Bad Nauheim empfangen.

Entweder hat es sich bis in die Kurstadt nicht rumgesprochen, dass Bietigheim-Bissingen maximal 225 km entfernt ist, und man am nächsten nicht wirklich frei braucht, um sein Team dort zu unterstützen, oder man war schon mal hier und hat es schlicht vergessen bzw. keinen Bock mehr auf Barzahlung, gute Sicht, gute Parkmöglichkeiten usw. (eben alles, was man daheim nicht hat…) –
oder man hatte seine Auswärtspräsenz 17/18 mit dem Sonderzug vor genau zwei Wochen nach Garmisch bereits erfüllt.

Wie dem auch sei, letztendlich bevölkerten um die 70 Hessen den abgesperrten Bereich des J-Blocks am gestrigen Abend, ein Teil davon reiste mit einem Bus ins Ellental. Wie man aus dem vorherigen Absatz durchaus entnehmen kann, empfindet das der Schreiberling für DEN Termin als zu wenig, aber lassen wir das…

Den unteren Teil des Blocks beanspruchten die Herren der „Fanatics Nauheim“ in ordentlicher Anzahl mit zwei Bannern und Trommel für sich. Und im Gegensatz zu diversen Auftritten in der Vergangenheit an selber Stelle schien der Haufen diesmal in allen Belangen motivierter zu Werke zu gehen.

Beginnend damit, dass man es tatsächlich schaffte, dass eh üppig vorhandene Material mitzunehmen und glatt auch vor dem Einlauf an die Anwesenden zu verteilen. Geht natürlich nur, wenn man selbst pünktlich da ist, auch so eine neue Errungenschaft. Die Mischung aus diversen kleinen Schwenkfahnen ergänzt um ein paar Doppelhalter sah auf jeden Fall gut aus!

Aber damit nicht genug. Sogar richtig gut supportet wurde, und das nicht nur bis zum Rückstand, sondern eigentlich über die kompletten 60 Minuten, da gab es nur wenige Pausen. Und das war in der Vergangenheit ja auch eher selten der Fall. Phasenweise konnte man sogar meinen, dass die Herrschaften gar nicht genug bekommen konnten, so wurde z.B. nach dem zweiten Drittel einfach weiter gesungen, und das nahezu die ganze Pause durch.

Ich weiß nicht, was die genommen hatten, aber es scheint – zumindest vorübergehend – gut gewesen zu sein, denn mit den 20-25 Leuten, die sich meist am Support beteiligten, waren sie nicht nur optisch zu vernehmen, sondern immer wieder auch akustisch im weiten Rund zu hören, was somit zum bis dato besten Auftritt (zusammen mit Kaufbeuren) führte.

Nach Spielende bedankten sich Gästeteam und Fans noch gegenseitig für das Geleistete, bevor es an die frische Luft ging. Was dann wohl zu einigen Verwirrungen im Oberstübchen führte. Der immer noch (über)motivierte Haufen kam leicht vom Weg ab; kann passieren, sollte es aber besser nicht! Doch durch die Zeitumstellung und die dadurch schon vorherrschende Dunkelheit wollen wir da hier nicht weiter drauf eingehen… (IPA)