Im Gästeblog: Bad Nauheim 17.01.20

Am gestrigen Freitagabend hatten wir die Fans des EC Bad Nauheim im Ellental zu Gast, worauf der „Bruddler“ bzw. Schreiberling dieses Blogs auch gleich ohne Umschweife eingehen möchte. Nicht, weil wir endlich mal wieder einen (souveränen!) Sieg landen konnten, sondern weil die Geschehnisse rund um unser aller Lieblingsverein derzeit dermaßen komplex sind, dass es einfach mit ein paar Worten hier nicht getan ist, und dem Gästeblog damit auch absolut nicht Rechnung getragen wird.

Die Gäste aus der Wetterau sind bekanntlich reiselustiger als manch andere Spezies in der DEL2 und so können sie bei entsprechendem Anlass auch schon mal richtige Massen mobilisieren, wie z.B. zwischen den Jahren in Dresden, wo sie sehr zahlreich am Start waren. Gestern war das eher nicht soo der Fall.

Denn mit 60 Gästefans stellte man zwar noch immer eine respektable Anzahl dar, aber das konnten die Kurstädter schon besser in der Vergangenheit, und da standen sie in der Tabelle mitunter schlechter da, als es aktuell mit dem fünften Platz der Fall ist.

Wie immer repräsentierten die „Fanatics Nauheim“ die aktive Fanszene der Roten Teufel. Und das eben nicht erst seit ein paar Jahren. Die 2002 gegründete Gruppierung hat – soweit ich mich erinnern kann – in den ganzen Jahren noch kein Auswärtsspiel ihrer Eishockeycracks bei uns in Bietigheim verpasst. Und auch sonst dürfte „FS02“ seit vielen Jahren stets präsent bei den Spielen des EC Bad Nauheim gewesen sein. Respekt dafür an dieser Stelle einfach mal!

Gestern waren sie mit gut ein Duzend Leuten, drei Zaunfahnen, einer Trommel und einigen kleinen Schwenkfahnen vor Ort und machten es sich im untersten Teil des Gästeblocks gemütlich. Im Gegensatz zum letzten Heimspiel gegen Kaufbeuren verstreuten sich aber die restlichen Gästefans über den gesamten abgesperrten Bereich im J-Block.

Dementsprechend reduzierte sich die gesangliche Unterstützung des Teams eher auf den aktiven Kern, der Rest in Rot-Weiß bevorzugte größtenteils die stumme Spielverfolgung. Aber dennoch konnte sich der kleine Haufen immer wieder akustisch bemerkbar machen. Zumindest in Durchgang eins und zwei.

Denn im Schlussabschnitt wurde spätestens nach dem vierten Gegentreffer nach fünf gespielten Minuten der Support eingestellt und man verfolgte fortan eher sprachlos das Geschehen auf dem Eis. Trotz der unerwarteten Klatsche verabschiedete sich das komplette Team beim mitgereisten Anhang, was dieser kommentarlos bis maximal Achselzuckend zur Kenntnis nahm. (IPA)

2020 [Ice-Hawks Bietigheim]